Öffentlich- Rechtliches Fernsehen
Die öffentlich- rechtlichen Sender umfassen sowohl Fernsehen als auch den Rundfunk. Den Stein für das öffentlich rechtliche Fernsehen brachte BBC (British Broadcasting Corporation) 1922 ins Rollen. BBC war die Vorbildfunktion für die öffentlichen Rundfunkanstalten in Europa. Bis Ende des zweiten Weltkrieges war die Rundfunklandschaft von vielen Politischen Einflüssen geprägt. In Deutschland wurde das öffentlich rechtliche Fernsehen nach dem zweiten Weltkrieg und der Demokratisierung der West- Alliierten unter der Leitung von Hugh Greene eingeführt. Das öffentlich rechtliche Fernsehen hatte, bis 1982 die privaten Sender Fuß fassten, eine Monopolstellung. Ein Programmauftrag vom Staat dient dem öffentlich rechtlichem Fernsehen sich zu orientieren. Finanziert wird das öffentlich rechtliche Fernsehen durch die staatlichen Gebühren, genannt GEZ, teilweise aber auch durch Werbung. Eine weiter Einnahmequelle ist z.B. der Verkauf eigener Fernsehproduktionen. Man unterscheidet bei den öffentlichen Sender zwischen bundesweitem und regionalem Fernseher. Zu den Bundesweitern Sendern zählen ARD und ZDF, zu den Regionalen dagegen WDR, HR, NDR und viele mehr.Privates Fernsehen
Das private Fernsehen begann 1982 mit der Wahl Helmut Kohls. Christian Schwarz Schilling trieb den Ausbau der technischen Breitbandverkabelung voran. Das duale Rundfunksystem startete dann erstmals 1984. Der Anfang wurde in einem kleinen Kellerstudio in Ludwigshafen gemacht. Damals begrüßten zwei Moderatoren die Zuschauer. Dadurch wurde die Programmgesellschaft für Kabel – und Satellitenfernsehen, kurz PKS gegründet. Ein Jahr später wurde aus PKS das heutige Sat. 1. Einen Tag später ging dann RTL auf Sendung. Anfangs wurden die Sender viel kritisiert, da sie versuchten mit allen Mitteln die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, z.B. mit Sendungen wie Tutti Frutti. Heute sprechen die privaten Sender fast alle gesellschaftlichen Schichten mit Spielfilmen, Castingshows oder Serien an. Während sich das öffentlich rechtliche Fernsehen mit den Einnahmen der Gebühren finanziert, finanziert sich das private Fernsehen hingegen fast ausschließlich durch die Werbung. Einige private Sender wie zum Beispiel RTL geben eigene Serien – oder Filmproduktionen in Auftrag um sich selbst einen Namen zu machen, andere aber kaufen oder lizensieren Produktionen für sich. Meist handelt es sich dabei um US- Amerikanische Filme oder Serien. Die großen Sender bieten aber meist ein breites Spektrum an Eigenproduktionen und gekauften Produktionen an, damit eine Vielzahl von Zuschauern angesprochen wird.
